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Um den Leistungsmangel von SP1 und SP2 zu beheben, entwickelte das Werk den Prototyp SP3. Dabei handelte es sich um einen SP2 mit wassergekühltem 1,8-Liter-Reihenvierzylinder, einer Verdichtung von 8,5:1, Doppelvergaser und einer Leistung von 100 SAE-PS; die Maschine entstammte der brasilianischen Version des VW Passat TS.

 

Im Werk selbst kam das Projekt nicht über ein frühes Entwicklungsstadium hinaus, doch wurde bei dem großen Volkswagenhändler Dacon ein Prototyp auf die Räder gestellt. Vom SP2 unterschied sich dieser äußerlich durch Felgen der Größe 6Jx13 (vom Passat), die Lufteinlässe wichen diskreten Schlitzen an den hinteren Seitenscheiben und über der vorderen Stoßstange saß ein breiter schwarzer Kühlergrill. Der Motor blieb im Heck, im Motorraum befand sich auch der Kompressor für die Klimaanlage. In der Front saß hingegen der Wasserkühler. Im Innenraum fanden sich lederbezogene Porsche-Sitze (Dacon war bis zum Importverbot auch Porsche-Händler gewesen). Getriebe, Fahrwerk und Bremsen (vorne Scheiben, hinten Trommeln) entsprachen dem SP2, allerdings wurden die Teile der höheren Leistung angepasst und verstärkt. Der Prototyp erreichte eine Spitze von 180 km/h.

 

Das Werk beschloss aus Kostengründen, den SP3 nicht in Serie gehen zu lassen und beendete das Projekt. Daraufhin bot Dacon den Umbau zum SP3 in Eigenregie an, aufgrund des extrem hohen Preises hielt sich die Nachfrage aber in sehr engen Grenzen.

Quelle: Wikipedia 

Pressebericht: Quatro Rodas 08/1976